Rennbericht Ilmenau

Rennbericht IXS GD Ilmenau 14.-16.07.

Ilmenau Himmelblau.

Naja so ganz stimmte das vom Freitag auf den Samstag nicht, dafür war der Sonntag ohne einen Tropfen Regen und daher perfekte Bedingungen für ein klasse Rennen auf einer genialen Strecke.

Ilmenau liegt ca. 20 Min. von meinem Wohnort entfernt und da ich Urlaub hatte konnte ich ganz gemütlich den Freitag beginnen und gegen 12.30 Uhr zum Trackwalk anwesend sein. Mir meiner fehlenden Fitness bewusst ging ich das WE also ganz in Ruhe an. Auf Grund einer mindestens einstündigen Streckensperrung wurde das Training am Freitag um eine Stunde verlängert, so dass ich auf 4 Abfahrten kam und jede Menge Spaß beim Fahren hatte. Ilmenau ist jedes Jahr wieder eine geniale Strecke auf der ich meist auf Anhieb gut klar komme.

Am Samstag beschränkte ich das Training auf 3 Abfahrten und fühlte mich sehr wohl. Das NOX DHR 8.0 hat am Hinterrad endlich die wohl verdiente neue Felge eingespeicht bekommen und rollte nun wieder einwandfrei. Nach dem massiven Regen von Freitag auf Samstag trocknete die Strecke immer mehr ab. Die Wurzeln waren somit nicht mehr so hinterhältig glatt und man konnte es schon ganz gut laufen lassen. Die Quali startete für mich um 16.30 Uhr und dank eines durchaus gelungenen Laufes sah ich mich auf Platz 3 der Ergebnisliste wieder. Dies bestätigte mir meinen positiven Eindruck von dem was ich da auf dem Rad machte. Der zweite Trackwalk zur Quali der Elite Klasse zeigte mir jedoch einen gravierenden Fehler bei der Linienwahl, durch den ich gut und gerne den ersten Platz in der Quali verspielt hatte.

Wie schon erwähnt machte Ilmenau Himmelblau am Sonntag seinem Namen alle Ehre und die Strecke trocknete nahezu vollständig ab. Ich fühlte mich noch super und nach ein paar kleinen Aufwärmübungen rollte ich das erste Mal im Sonntagstraining zu Tale. Die geänderten Linien saßen auf Anhieb, so dass ich nur noch eine Fahrt mit Druck auf dem Pedal vor dem Rennen machen wollte. Gesagt getan. Die zweite Trainingsfahrt begann mit einem dicken Grinsen und sehr viel Speed durch den oberen Teil der Strecke. Im Rausch der Geschwindigkeit tat ich meinem Körper damit aber leider keinen Gefallen, was er mir am letzten Querweg vor dem Schlussteil dann mit deutlichen Schmerzen in der linken Hand mitteilte. Auch meine allgemeine Physis war lange nicht so gut wie gedacht. Ich hatte deutlich mit mir zu kämpfen und merkte am Ende des Trainings wie schlapp ich eigentlich war.

14.30 Uhr sollte mein Start zum Rennen sein. Ich versuchte alles um bis dahin meinem Körper so viel Ruhe wie nur möglich zu gönnen um wenigstens noch einen gescheiten Lauf runter bringen zu können. Beim warm fahren zeigte sich aber mehr und mehr meine Erschöpfung wodurch mein Kopf mir auch noch einen Strich durch die Rechnung machte. Ich ging wieder und wieder die Streckenführung durch und das ist völlig untypisch für mich.

Die letzten fünf Sekunden zählen runter und los geht’s. Am ersten Sprung zu schnell und dadurch zu weit und keine Reaktion meines Körpers um das auszugleichen. Ab hier wusste ich wenn ich jetzt zu viel will wird es sehr weh tun. Ich fuhr sehr unsauber, aber so schnell es eben ging. Bis zum Waschbrett lief auch noch alles erstaunlich gut. In der Einfahrt zu den Bombenkratern und dem Steinfeld nahm ich schon sichtlich raus und als ich in der Fankurve ausklicken musste war es vorbei. Ich brauchte lange um wieder ins Pedal zu klicken und kämpfte mich bis ins Ziel. Ich verbesserte mich um 3 Sekunden zum Vortag, was aber der trockenen Strecke zu verdanken war. Leider reichte das nicht um bei der Entscheidung zum deutschen Meistertitel ein Wörtchen mitreden zu können, aber beim nächsten Rennen in Tabarz fahre ich weniger aber dafür schneller.

Gruß Christian


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